Mathematik
Lineare Ungleichungen: 8 Aufgaben mit Lösungen
Beim Multiplizieren oder Dividieren mit einer negativen Zahl dreht sich das Ungleichheitszeichen um. Regel, Tabellen und 8 Aufgaben mit vollem Lösungsweg.
Empfohlen für: 9. Klasse
Eine lineare Ungleichung löst man fast genauso wie eine lineare Gleichung, mit einem Unterschied, an dem die ganze Aufgabe hängt: wer beide Seiten mit einer negativen Zahl multipliziert oder durch eine negative Zahl teilt, muss das Ungleichheitszeichen umdrehen. Wer das vergisst, rechnet jeden einzelnen Schritt richtig und gibt trotzdem eine Lösungsmenge ab, die in die falsche Richtung zeigt.
Die Regel zum Umdrehen
Beginnen wir mit einer wahren Zahlenaussage: 5 > 3. Multipliziert man beide Seiten mit -2, entstehen die Werte -10 und -6. Da -10 auf dem Zahlenstrahl weiter links liegt, lautet die richtige Beziehung jetzt -10 < -6. Das Zeichen hat sich also umgedreht.
Das ist keine willkürliche Vereinbarung: die Multiplikation mit einer negativen Zahl spiegelt den Zahlenstrahl an der Null, und was vorher rechts lag, liegt danach links. Genau deshalb wird aus -2x > 22 die Lösung x < -11 und nicht x > -11.
Die praktische Merkregel ist kurz: zähle, wie oft du mit einer negativen Zahl multipliziert oder durch eine negative Zahl geteilt hast. Einmal bedeutet einmal umdrehen. Wer nur addiert, subtrahiert oder mit positiven Zahlen gerechnet hat, lässt das Zeichen unverändert stehen.
Die vier Ungleichheitszeichen
| Zeichen | Sprechweise | Lösungsmenge (Beispiel mit 4) | Am Zahlenstrahl | Beispielungleichung |
|---|---|---|---|---|
| < | kleiner als | L = {x ∈ ℝ mit x < 4} oder ]-∞; 4[ | offener Kreis bei 4, links einfärben | x + 2 < 6 |
| > | größer als | L = {x ∈ ℝ mit x > 4} oder ]4; ∞[ | offener Kreis bei 4, rechts einfärben | x - 1 > 3 |
| ≤ | kleiner oder gleich | L = {x ∈ ℝ mit x ≤ 4} oder ]-∞; 4] | ausgefüllter Punkt bei 4, links einfärben | 2x ≤ 8 |
| ≥ | größer oder gleich | L = {x ∈ ℝ mit x ≥ 4} oder [4; ∞[ | ausgefüllter Punkt bei 4, rechts einfärben | 3x ≥ 12 |
Die Zahl 4 steht im Intervall immer an derselben Stelle: nur die Klammer und die eingefärbte Seite ändern sich.
Welche Umformungen erlaubt sind
| Umformung | Wirkung auf das Zeichen | Zahlenbeispiel |
|---|---|---|
| Auf beiden Seiten dieselbe Zahl addieren | bleibt gleich | aus 5 > 3 wird 5 + 4 > 3 + 4, also 9 > 7 |
| Auf beiden Seiten dieselbe Zahl subtrahieren | bleibt gleich | aus 5 > 3 wird 5 - 8 > 3 - 8, also -3 > -5 |
| Mit einer positiven Zahl multiplizieren | bleibt gleich | aus 5 > 3 wird 5 · 2 > 3 · 2, also 10 > 6 |
| Durch eine positive Zahl teilen | bleibt gleich | aus 10 > 6 wird 10 : 2 > 6 : 2, also 5 > 3 |
| Mit einer negativen Zahl multiplizieren | DREHT SICH UM | aus 5 > 3 wird 5 · (-2) < 3 · (-2), also -10 < -6 |
| Durch eine negative Zahl teilen | DREHT SICH UM | aus -10 < -6 wird -10 : (-2) > -6 : (-2), also 5 > 3 |
| Beide Seiten vertauschen | dreht sich um | aus 5 > 3 wird 3 < 5 |
Zwei Verbote gehören noch dazu. Niemals mit null multiplizieren: aus 5 > 3 würde 0 > 0, und das ist falsch. Und niemals mit einem Term multiplizieren, der x enthält und dessen Vorzeichen unbekannt ist, etwa x oder x - 2: solange man nicht weiß, ob dieser Term positiv oder negativ ist, kann man nicht entscheiden, ob das Zeichen umgedreht werden muss. Alles Übrige entspricht dem Verfahren bei linearen Gleichungen, einschließlich des Beseitigens der Nenner: wer beim Hauptnenner noch unsicher ist, wiederholt vorher die Bruchrechnung.
Zahlenstrahl und Intervallschreibweise
Steht am Ende etwas wie x > 3 da, lässt sich die Antwort auf drei gleichwertige Arten aufschreiben, und in einer Klassenarbeit werden meist mindestens zwei davon verlangt.
Am Zahlenstrahl markiert man die Randstelle, wählt die Markierung (offener Kreis bei < und >, ausgefüllter Punkt bei ≤ und ≥) und färbt die Seite ein, auf der die Lösungen liegen. Ein schneller Test gegen das Verwechseln der Seiten: die Null in die Ausgangsungleichung einsetzen. Ist die Aussage wahr, gehört die Null zur eingefärbten Seite.
In der Intervallschreibweise schließt die nach innen gedrehte Klammer die Randstelle ein, die nach außen gedrehte schließt sie aus. Die Symbole -∞ und ∞ werden nie erreicht, deshalb bleibt die Klammer auf ihrer Seite immer offen: man schreibt ]3; ∞[ und niemals [3; ∞].
Immer wahre und nie erfüllte Ungleichungen
Manchmal heben sich die Terme mit x auf und übrig bleibt nur ein Vergleich zwischen Zahlen. Dann ist die Antwort kein Wert, sondern eine Beschreibung der Menge.
Bei 3(x + 4) > 3x - 2 landet man bei 0x > -14. Null ist in jedem Fall größer als -14, also erfüllt jede reelle Zahl die Ungleichung: L = ℝ. Bei 6(x - 1) ≥ 6x + 5 landet man bei 0x ≥ 11, und null erreicht die 11 nie: kein Wert passt, also L = { }. Die leere Menge darf man nicht mit der Lösung x = 0 verwechseln, denn das ist eine ganz gewöhnliche Zahl.
Die häufigsten Fehler
- Das Umdrehen beim Teilen durch eine negative Zahl vergessen. Aus -2x > 22 folgt x < -11 und nicht x > -11. Dieser Fehler kostet in Klassenarbeiten die meisten Punkte.
- Das Zeichen umdrehen, nur weil ein Term die Seite gewechselt hat. In 9x - 7 ≤ 3x + 17 wechselt beim Verschieben von 3x das Vorzeichen des Terms, aus ≤ wird aber kein ≥.
- Offenen Kreis und ausgefüllten Punkt verwechseln. Bei < und > bleibt die Randstelle draußen, bei ≤ und ≥ gehört sie dazu. Eselsbrücke: der Strich unter dem Zeichen ist derselbe, der den Punkt ausfüllt.
- Die Randstelle auf der falschen Seite des Intervalls notieren. Die Lösung x > 4 heißt ]4; ∞[ und nicht ]∞; 4[: ein Intervall wird immer vom kleineren zum größeren Wert geschrieben.
- Beide Seiten mit einem Term multiplizieren, der x enthält. Die Multiplikation mit x oder mit x - 2 ist verboten, solange das Vorzeichen dieses Terms unbekannt ist, denn dann lässt sich nicht entscheiden, ob das Zeichen umgedreht werden muss.
- Die Probe weglassen. Einen Wert aus der Lösungsmenge und einen außerhalb einzusetzen dauert wenige Sekunden und deckt ein falsch herum stehendes Zeichen sofort auf.
Sobald die Variable im Quadrat auftaucht, greift dieses Verfahren nicht mehr: dann führt der Weg über die Faktorisierung und eine Vorzeichentabelle, aufbauend auf den quadratischen Gleichungen. Viele Sachaufgaben zu Budgetgrenzen und maximalen Rabatten werden dagegen zu linearen Ungleichungen, sobald man den Text übersetzt, ganz ähnlich wie bei vielen Aufgaben zur Prozentrechnung.
In den Aufgaben unten steigt die Schwierigkeit bewusst an: Es beginnt mit einem positiven Koeffizienten, führt über den ersten Fall mit Umdrehen zur Variablen auf beiden Seiten, zu Klammern und Brüchen, zur Darstellung am Zahlenstrahl und als Intervall, zu den beiden Grenzfällen und endet mit einer Sachaufgabe zum Notendurchschnitt, die zuerst in eine Ungleichung übersetzt werden muss.
Gelöste Aufgaben
1. Löse: 5x + 15 > 0 base
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- Ich subtrahiere auf beiden Seiten 15: 5x > -15.
- Der Koeffizient von x ist 5 und damit positiv: ich teile beide Seiten durch 5, und das Ungleichheitszeichen bleibt unverändert.
- x > -3, also L = {x ∈ ℝ mit x > -3} oder als Intervall ]-3; ∞[.
- Probe mit einem Wert aus der Lösungsmenge, x = -2: 5 · (-2) + 15 = 5, und 5 > 0 ist wahr.
- Probe mit einem Wert außerhalb, x = -3: 5 · (-3) + 15 = 0, und 0 > 0 ist falsch. Die Randstelle gehört also nicht dazu.
Ergebnis: x > -3, also L = ]-3; ∞[
2. Löse: -4x + 18 < 6 base
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- Ich subtrahiere auf beiden Seiten 18: -4x < -12.
- Jetzt muss ich durch -4 teilen, und -4 ist negativ: ich teile beide Seiten UND drehe das Ungleichheitszeichen um, aus < wird >.
- x > 3, also L = {x ∈ ℝ mit x > 3} oder ]3; ∞[.
- Probe mit x = 4 aus der Lösungsmenge: -4 · 4 + 18 = 2, und 2 < 6 ist wahr.
- Probe mit x = 3 außerhalb: -4 · 3 + 18 = 6, und 6 < 6 ist falsch. Stimmt.
Ergebnis: x > 3, also L = ]3; ∞[
3. Löse: 9x - 7 ≤ 3x + 17 base
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- Ich sortiere: Terme mit x nach links, Zahlen nach rechts, jeder Term wechselt beim Seitenwechsel das Vorzeichen: 9x - 3x ≤ 17 + 7.
- Ich fasse zusammen: 6x ≤ 24. Wichtig: der Seitenwechsel dreht das Vorzeichen DES TERMS um, nicht das Ungleichheitszeichen, das ein ≤ bleibt.
- Ich teile durch 6, eine positive Zahl, also bleibt das Zeichen stehen: x ≤ 4.
- L = {x ∈ ℝ mit x ≤ 4} oder ]-∞; 4].
- Probe mit x = 4 aus der Lösungsmenge: 9 · 4 - 7 = 29 und 3 · 4 + 17 = 29, und 29 ≤ 29 ist wahr.
- Probe mit x = 5 außerhalb: 38 und 32, und 38 ≤ 32 ist falsch. Stimmt.
Ergebnis: x ≤ 4, also L = ]-∞; 4]
4. Löse: 3(x - 4) > 5(x + 2) intermedio
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- Ich löse beide Klammern auf: 3x - 12 > 5x + 10.
- Ich sortiere: 3x - 5x > 10 + 12, also -2x > 22.
- Ich teile durch -2, eine negative Zahl, und drehe deshalb das Ungleichheitszeichen um: x < -11.
- L = {x ∈ ℝ mit x < -11} oder ]-∞; -11[.
- Probe mit x = -12 aus der Lösungsmenge: 3 · (-16) = -48 und 5 · (-10) = -50, und -48 > -50 ist wahr.
- Probe mit x = -11 außerhalb: -45 und -45, und -45 > -45 ist falsch. Stimmt.
Ergebnis: x < -11, also L = ]-∞; -11[
5. Löse: (x + 5)/4 - (2x - 1)/6 ≥ 1/2 intermedio
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- Der Hauptnenner von 4, 6 und 2 ist 12.
- Ich multipliziere ALLE Terme mit 12, auch den auf der rechten Seite. Da 12 positiv ist, bleibt das Ungleichheitszeichen unverändert: 3(x + 5) - 2(2x - 1) ≥ 6.
- Ich löse die Klammern auf und achte auf das Minus vor der zweiten Klammer: 3x + 15 - 4x + 2 ≥ 6.
- Ich fasse die linke Seite zusammen: -x + 17 ≥ 6, also -x ≥ -11.
- Ich teile durch -1, eine negative Zahl, und drehe das Zeichen um: x ≤ 11.
- L = {x ∈ ℝ mit x ≤ 11} oder ]-∞; 11].
- Probe mit x = 11 aus der Lösungsmenge: 16/4 - 21/6 = 4 - 3,5 = 0,5, und 0,5 ≥ 0,5 ist wahr.
- Probe mit x = 12 außerhalb: 17/4 - 23/6 = 4,25 - 3,8333... = 5/12, ungefähr 0,42, und das ist kleiner als 0,5. Stimmt.
Ergebnis: x ≤ 11, also L = ]-∞; 11]
6. Löse 2x - 9 < 4, stelle die Lösungsmenge am Zahlenstrahl dar und gib sie als Intervall an. intermedio
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- Ich addiere auf beiden Seiten 9: 2x < 13.
- Ich teile durch 2, eine positive Zahl, also bleibt das Zeichen stehen: x < 6,5.
- Am Zahlenstrahl markiere ich 6,5 mit einem offenen Kreis, weil das Zeichen < ist und die Randstelle nicht zur Lösungsmenge gehört, und färbe alles links davon ein.
- Als Intervall: L = ]-∞; 6,5[. Die nach außen gedrehte Klammer bei 6,5 bedeutet Randstelle ausgeschlossen, und auf der Seite des Unendlichen ist die Klammer immer offen.
- Probe mit x = 6 aus der Lösungsmenge: 2 · 6 - 9 = 3, und 3 < 4 ist wahr.
- Probe mit x = 6,5 außerhalb: 2 · 6,5 - 9 = 4, und 4 < 4 ist falsch. Stimmt.
Ergebnis: x < 6,5, also L = ]-∞; 6,5[
7. Löse und begründe jeweils das Ergebnis. a) 3(x + 4) > 3x - 2; b) 6(x - 1) ≥ 6x + 5. avanzato
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- a) Ich löse die Klammer auf: 3x + 12 > 3x - 2.
- Ich sortiere: 3x - 3x > -2 - 12, also 0x > -14. Die Terme mit x heben sich auf, es bleibt kein Koeffizient zum Teilen übrig.
- Null ist größer als -14, egal welchen Wert x hat: die Ungleichung ist für jede reelle Zahl wahr, also L = ℝ.
- b) Ich löse die Klammer auf: 6x - 6 ≥ 6x + 5. Ich sortiere: 0x ≥ 11.
- Null ist niemals größer oder gleich 11: kein Wert erfüllt die Ungleichung, die Lösungsmenge ist leer, L = { }.
- Probe zu a) mit x = 0: 3 · 4 = 12 und -2, und 12 > -2 ist wahr. Mit x = 9: 39 > 25, ebenfalls wahr.
- Probe zu b) mit x = 0: -6 ≥ 5 ist falsch. Mit x = 9: 48 ≥ 59 ist falsch. Es gibt tatsächlich keinen passenden Wert.
Ergebnis: a) immer wahr, L = ℝ; b) nie erfüllt, L = { }
8. Du hast in Mathematik bisher die Noten 3 und 2 geschrieben. Welche Note brauchst du in der dritten Klassenarbeit, damit der Durchschnitt der drei Arbeiten höchstens 2,0 beträgt? Stelle zuerst die Ungleichung auf. avanzato
Lösung anzeigen
- Ich wähle die Variable: n sei die Note der dritten Klassenarbeit.
- Ich übersetze den Text. Höchstens 2,0 heißt kleiner oder gleich 2, und der Durchschnitt ist die Summe geteilt durch 3: (3 + 2 + n)/3 ≤ 2.
- Ich fasse den bekannten Teil zusammen: (5 + n)/3 ≤ 2.
- Ich multipliziere beide Seiten mit 3. Da 3 positiv ist, bleibt das Ungleichheitszeichen unverändert: 5 + n ≤ 6.
- Ich subtrahiere 5: n ≤ 1.
- Probe mit n = 1: der Durchschnitt ist (3 + 2 + 1)/3 = 6/3 = 2, und 2 ≤ 2 ist wahr.
- Probe mit n = 2 außerhalb: der Durchschnitt ist 7/3, also ungefähr 2,33, und das ist größer als 2. Stimmt.
- Sinnprüfung: die beste Note ist eine 1, also bleibt im Kontext nur n = 1 übrig. Der Durchschnitt muss hier klein werden, weil bei Schulnoten die kleinere Zahl die bessere Leistung ist.
Ergebnis: n ≤ 1, im Notensystem also genau eine 1
Häufige Fragen
Wann dreht sich das Ungleichheitszeichen um?
Nur in einem einzigen Fall: wenn man beide Seiten mit einer negativen Zahl multipliziert oder durch eine negative Zahl teilt. Addieren, Subtrahieren sowie Multiplizieren und Dividieren mit positiven Zahlen ändern nichts. Teilt man dagegen -4x < -12 durch -4, wird daraus x > 3. Ein Term, der die Seite wechselt, zählt nicht dazu: dabei ändert sich das Vorzeichen des Terms, nicht das Ungleichheitszeichen.
Wie löst man eine lineare Ungleichung Schritt für Schritt?
In vier Schritten. Zuerst jede Seite vereinfachen: Klammern auflösen und bei Brüchen alle Terme mit dem Hauptnenner multiplizieren. Dann sortieren, also Terme mit x nach links und Zahlen nach rechts, wobei jeder Term beim Seitenwechsel das Vorzeichen wechselt. Danach durch den Koeffizienten von x teilen und dabei das Ungleichheitszeichen umdrehen, falls dieser Koeffizient negativ ist. Zum Schluss die Lösungsmenge angeben und mit einem Wert innerhalb und einem außerhalb die Probe machen.
Wann macht man am Zahlenstrahl einen offenen und wann einen geschlossenen Kreis?
Bei < und > ist die Randstelle ausgeschlossen und man zeichnet einen offenen Kreis, bei ≤ und ≥ gehört sie dazu und man zeichnet einen ausgefüllten Punkt. Für x > 3 markiert man die 3 mit einem offenen Kreis und färbt alles rechts davon ein, für x ≥ 3 wird derselbe Punkt ausgefüllt. Ein schneller Test für die richtige Seite: die Null in die Ausgangsungleichung einsetzen und die Seite einfärben, die die Null enthält, falls die Aussage wahr ist.
Wie schreibt man die Lösungsmenge als Intervall?
Eine eingeschlossene Randstelle bekommt eine nach innen gedrehte Klammer, eine ausgeschlossene eine nach außen gedrehte, und die Seite des Unendlichen bleibt immer offen. So wird aus x < 4 das Intervall ]-∞; 4[, aus x ≤ 4 wird ]-∞; 4], aus x > 4 wird ]4; ∞[ und aus x ≥ 4 wird [4; ∞[. Der häufigste Fehler ist die Randstelle auf der falschen Seite: ein Intervall wird immer vom kleineren zum größeren Wert geschrieben.
Wann hat eine lineare Ungleichung keine Lösung?
Wenn sich nach dem Zusammenfassen die Terme mit x aufheben und eine falsche Aussage übrig bleibt, zum Beispiel 0x ≥ 11. Null erreicht die 11 nie, also erfüllt kein Wert die Ungleichung und die Lösungsmenge ist leer. Der umgekehrte Fall ist 0x > -14: da null immer größer als -14 ist, erfüllt jede reelle Zahl die Ungleichung und es gilt L = ℝ. In beiden Fällen gibt es keinen Koeffizienten mehr zum Teilen, die Antwort ist also eine Beschreibung der Menge und keine Zahl.