Geometrie

Kathetensatz und Höhensatz: 8 Aufgaben mit Lösungen

Kathetensatz: a² = c·p. Höhensatz: h² = p·q. Tabelle der ganzen Satzgruppe des Pythagoras, wann welcher Satz hilft, und 8 Aufgaben mit vollem Lösungsweg.

Empfohlen für: 9. Klasse · 10. Klasse

Kathetensatz und Höhensatz, zusammen mit dem Satz des Pythagoras die Satzgruppe des Pythagoras, beschreiben, was passiert, wenn man im rechtwinkligen Dreieck die Höhe auf der Hypotenuse einzeichnet. In Formeln passen beide in eine Zeile: a² = c · p (Kathetensatz) und h² = p · q (Höhensatz), wobei c die Hypotenuse ist, a eine Kathete, p ihr Hypotenusenabschnitt, q der andere Abschnitt und h die Höhe.

In Worten: jede Kathete ist das geometrische Mittel aus der Hypotenuse und ihrem eigenen Hypotenusenabschnitt, und die Höhe ist das geometrische Mittel aus den beiden Abschnitten. Beide Sätze heißen auch Sätze des Euklid. Gebraucht werden sie in jeder Aufgabe, in der die Höhe auf der Hypotenuse oder ein Hypotenusenabschnitt auftaucht — genau dort, wo der Satz des Pythagoras allein nicht weiterkommt.

Die fünf Größen in der Figur

Vor den Formeln steht das Lesen der Zeichnung. Im rechtwinkligen Dreieck ABC mit dem rechten Winkel bei C trifft die Höhe von C aus die Hypotenuse AB im Punkt, der sie in zwei Abschnitte teilt. So entstehen fünf Größen.

ZeichenWas es istWo es in der Zeichnung liegt
cHypotenusedie Seite gegenüber dem rechten Winkel, die längste
a, bKathetendie beiden Seiten, die den rechten Winkel bilden
hHöhe auf der Hypotenusevom Scheitel des rechten Winkels, senkrecht zur Hypotenuse
pHypotenusenabschnitt von adas Stück Hypotenuse auf der Seite von a
qHypotenusenabschnitt von bdas Stück Hypotenuse auf der Seite von b

Zwei Beziehungen gelten immer und sind die schnellste Kontrolle jeder Aufgabe: p + q = c (die Abschnitte ergeben zusammen die Hypotenuse) und h ≤ c : 2 (die Höhe wird nie größer als die halbe Hypotenuse).

Die Satzgruppe des Pythagoras in einer Tabelle

SatzFormelAussage
Kathetensatz (1. Satz des Euklid)a² = c · p und b² = c · qjede Kathete ist das geometrische Mittel aus Hypotenuse und ihrem Abschnitt
Höhensatz (2. Satz des Euklid)h² = p · qdie Höhe ist das geometrische Mittel aus den beiden Abschnitten
Flächenbeziehunga · b = c · hder Flächeninhalt lässt sich aus den Katheten oder aus c und h berechnen
Summe der Abschnittep + q = cdie Abschnitte ergeben die ganze Hypotenuse
Satz des Pythagorasa² + b² = c²folgt aus den beiden Gleichungen des Kathetensatzes

Die letzte Zeile ist keine eigenständige Formel: addiert man a² = c · p und b² = c · q, erhält man a² + b² = c · (p + q) = c · c = c². Der Satz des Pythagoras steckt also im Kathetensatz — deshalb steht dieses Thema im Unterricht direkt hinter ihm.

Die Flächenbeziehung ist dagegen kein Satz des Euklid, wird aber mit den anderen gelernt: derselbe Flächeninhalt lässt sich als (a · b) : 2 schreiben, mit den Katheten als Grundseite und Höhe, oder als (c · h) : 2, mit der Hypotenuse und ihrer Höhe. Sie ist die Abkürzung für alle Aufgaben, in denen aus zwei Katheten die Höhe gesucht ist.

Die Form als Verhältnisgleichung

Beide Sätze lassen sich auch als Verhältnisgleichung schreiben, und dann erklärt sich der Name geometrisches Mittel von selbst:

c : a = a : p (Kathetensatz) und p : h = h : q (Höhensatz)

In beiden steht dieselbe Größe an den zwei mittleren Stellen. Da bei jeder Verhältnisgleichung das Produkt der Innenglieder gleich dem Produkt der Außenglieder ist, folgt aus c : a = a : p sofort a² = c · p.

Welchen Satz nehmen? Die Entscheidungstabelle

Hier gehen mehr Punkte verloren als beim Rechnen. Die Regel lautet: schauen, welche Größen die Aufgabe nennt.

Gegeben istWas hilftFormel
Hypotenuse und ein AbschnittKathetensatza = √(c · p)
eine Kathete und ihr AbschnittKathetensatz, umgestelltc = a² : p
eine Kathete und die HypotenuseKathetensatz, umgestelltp = a² : c
beide AbschnitteHöhensatzh = √(p · q)
beide KathetenPythagoras + Flächenbeziehungc = √(a² + b²), dann h = (a · b) : c
eine Kathete und die HöhePythagoras im Teildreieckp = √(a² - h²)
Hypotenuse und HöheSumme und Produkt der Abschnittex² - c·x + h² = 0

Die letzten beiden Zeilen sind die Stolperstellen: kein Satz verbindet eine Kathete unmittelbar mit der Höhe. Steht genau dieses Paar in der Aufgabe, führt der Weg über den Satz des Pythagoras in einem der beiden Teildreiecke, deren Katheten h und ein Abschnitt sind und deren Hypotenuse eine Kathete des großen Dreiecks ist.

Ein komplett durchgerechnetes Dreieck: 15-20-25

Es lohnt sich, ein Dreieck im Kopf zu haben, in dem alle Werte ganzzahlig sind: ein falsches Ergebnis fällt dann sofort auf.

GrößeWertWoher sie kommt
Kathetena = 15, b = 20gegeben
Hypotenusec = 25Pythagoras: √(225 + 400) = √625
Abschnitt von ap = 9Kathetensatz: 225 : 25
Abschnitt von bq = 16Kathetensatz: 400 : 25
Höheh = 12Höhensatz: √(9 · 16) = √144
Flächeninhalt150(15 · 20) : 2 und ebenso (25 · 12) : 2

Alle Proben gehen auf: 9 + 16 = 25 und 15 · 20 = 25 · 12 = 300. Zwei weitere bequeme, durchweg ganzzahlige Dreiecke sind 30-40-50 (p = 18, q = 32, h = 24) und 45-60-75 (p = 27, q = 48, h = 36). Alle drei sind Vielfache des Tripels 3-4-5, und genau deshalb werden die Abschnitte ganzzahlig.

Warum die Sätze gelten: ähnliche Dreiecke

Die Höhe teilt das rechtwinklige Dreieck in zwei kleinere rechtwinklige Dreiecke. Jedes hat einen rechten Winkel und teilt einen spitzen Winkel mit dem großen Dreieck, also sind alle drei Dreiecke ähnlich: gleiche Winkel, Seiten im gleichen Verhältnis.

DreieckKathetenHypotenuse
das großea, bc
das kleine linksh, pa
das kleine rechtsh, qb

Aus dieser Ähnlichkeit folgen beide Sätze. Vergleicht man das große Dreieck mit dem linken, ist das Verhältnis von Hypotenuse zu anliegender Kathete gleich: c : a = a : p — der Kathetensatz. Vergleicht man die beiden kleinen Dreiecke, ergibt das Verhältnis ihrer Katheten p : h = h : q — der Höhensatz. Es sind nicht zwei getrennt zu lernende Formeln, sondern eine Ähnlichkeit in zwei Leserichtungen.

Der Grenzfall: wie groß kann die Höhe werden?

Bei fester Hypotenuse kann die Höhe nicht beliebig wachsen. Aus p + q = c und p · q = h² folgt, dass p und q die Lösungen von x² - c·x + h² = 0 sind, und die existieren nur, wenn die Diskriminante nicht negativ ist:

c² - 4h² ≥ 0, also h ≤ c : 2

Das Maximum liegt bei D = 0, also p = q = c : 2: das ist das rechtwinklig-gleichschenklige Dreieck, das einzige, dessen Höhe genau die halbe Hypotenuse ist. Bei einer Hypotenuse von 10 cm kann die Höhe also 5 cm nicht überschreiten, und die Katheten dieses Grenzfalls messen √(10 · 5) = √50 ≈ 7,07 cm.

Diese Prüfung lohnt sich, bevor man zu rechnen beginnt: nennt eine Aufgabe die Hypotenuse 10 cm und die Höhe 6 cm, existiert das Dreieck nicht, und das zu begründen ist die Lösung. Aufgabe 8 unten ist genau dieser Fall.

Die häufigsten Fehler

  • Die Kathete dem falschen Abschnitt zuordnen. a gehört zu p, b gehört zu q: jede Kathete gehört zu dem Abschnitt, der an ihrem eigenen Eckpunkt beginnt. a² = c · q zu schreiben ist Fehler Nummer eins und liefert ein plausibles, aber falsches Ergebnis.
  • Den Höhensatz mit Katheten benutzen. h² = p · q verbindet die Höhe mit den Abschnitten, nicht mit den Katheten. h² = a · b ist sinnlos; die richtige Beziehung zu den Katheten ist a · b = c · h.
  • Die Wurzel vergessen. Aus a² = 225 folgt a = 15, nicht 225. Das kostet in Klassenarbeiten die meisten Punkte.
  • Für den zweiten Abschnitt addieren statt subtrahieren. Bei c = 25 und p = 9 ist q = 25 - 9 = 16, nicht 25 + 9.
  • Die Sätze auf ein nicht rechtwinkliges Dreieck anwenden oder auf eine Höhe, die auf einer Kathete statt auf der Hypotenuse steht. In beiden Fällen sind die Formeln einfach falsch.
  • Die Probe p + q = c weglassen. Sie ist die schnellste Kontrolle überhaupt: ergeben die Abschnitte nicht die Hypotenuse, liegt der Fehler weiter oben.
  • Zu früh runden. Mit Werten wie 5,4 und 9,6 bleiben die Ergebnisse bis zum Schluss exakt: gerundet wird erst am Ende, und nur wenn die Aufgabe es verlangt.

In den acht Aufgaben unten steigt die Schwierigkeit wirklich, und keine löst sich wie die vorige. Die ersten drei wenden beide Sätze vorwärts und rückwärts an; die vierte und fünfte brauchen einen Schritt von außen (Pythagoras im Teildreieck, dann die Flächenbeziehung); die sechste führt auf eine quadratische Gleichung aus Summe und Produkt der Abschnitte; die siebte beginnt mit einem Verhältnis statt mit Längen; die achte ist ein Dreieck, das es nicht gibt, erkennbar an der negativen Diskriminante.

Gelöste Aufgaben

1. Aufgabe: In einem rechtwinkligen Dreieck ist die Hypotenuse 25 cm lang, der Hypotenusenabschnitt einer Kathete 9 cm. Berechne diese Kathete, den zweiten Abschnitt und die zweite Kathete. base

Lösung anzeigen
  1. Ich ordne die Größen zu: Hypotenuse c = 25 cm, Abschnitt p = 9 cm. Die Kathete a ist die, zu der p gehört.
  2. Ich wende den Kathetensatz auf a an: a² = c · p = 25 · 9 = 225.
  3. Ich ziehe die Wurzel: a = √225 = 15 cm.
  4. Der zweite Abschnitt ist der Rest der Hypotenuse: q = c - p = 25 - 9 = 16 cm.
  5. Kathetensatz für die zweite Kathete: b² = c · q = 25 · 16 = 400, also b = √400 = 20 cm.
  6. Probe mit dem Satz des Pythagoras: 15² + 20² = 225 + 400 = 625 und 25² = 625. Stimmt.

Ergebnis: a = 15 cm, q = 16 cm, b = 20 cm

2. Aufgabe: Die beiden Hypotenusenabschnitte sind 9 cm und 16 cm lang. Berechne die Höhe auf der Hypotenuse und den Flächeninhalt des Dreiecks. base

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  1. Gegeben sind die beiden Abschnitte: p = 9 cm und q = 16 cm.
  2. Ich wende den Höhensatz an: h² = p · q = 9 · 16 = 144.
  3. Ich ziehe die Wurzel: h = √144 = 12 cm.
  4. Die Hypotenuse ist die Summe der beiden Abschnitte: c = 9 + 16 = 25 cm.
  5. Für den Flächeninhalt nehme ich die Hypotenuse als Grundseite und h als zugehörige Höhe: A = (c · h) : 2 = (25 · 12) : 2 = 300 : 2 = 150 cm².
  6. Gegenprobe über die Katheten (15 und 20 aus Aufgabe 1): A = (15 · 20) : 2 = 150 cm². Gleicher Wert.

Ergebnis: h = 12 cm und A = 150 cm²

3. Aufgabe: Eine Kathete ist 6 cm lang, ihr Hypotenusenabschnitt 3,6 cm. Berechne die Hypotenuse, die zweite Kathete und die Höhe auf der Hypotenuse. base

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  1. Hier brauche ich den Kathetensatz rückwärts: bekannt sind a = 6 cm und p = 3,6 cm, gesucht ist die Hypotenuse.
  2. Ich stelle a² = c · p nach c um: c = a² : p.
  3. Ich setze ein: c = 36 : 3,6 = 10 cm.
  4. Der zweite Abschnitt: q = c - p = 10 - 3,6 = 6,4 cm.
  5. Kathetensatz für die zweite Kathete: b² = c · q = 10 · 6,4 = 64, also b = 8 cm.
  6. Höhensatz: h² = p · q = 3,6 · 6,4 = 23,04, also h = √23,04 = 4,8 cm.
  7. Probe mit der Flächenbeziehung a · b = c · h: 6 · 8 = 48 und 10 · 4,8 = 48. Stimmt.

Ergebnis: c = 10 cm, b = 8 cm, h = 4,8 cm

4. Aufgabe: Die Höhe auf der Hypotenuse ist 12 cm lang, eine Kathete 15 cm. Berechne beide Hypotenusenabschnitte, die Hypotenuse und die zweite Kathete. intermedio

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  1. Achtung: Weder Kathetensatz noch Höhensatz verbindet die Höhe direkt mit einer Kathete. Es fehlt ein Zwischenschritt.
  2. Die Höhe teilt das Dreieck in zwei kleinere rechtwinklige Dreiecke. In dem, das die Kathete a enthält, sind h und p die Katheten und a selbst die Hypotenuse.
  3. Ich wende dort den Satz des Pythagoras an: p² = a² - h² = 225 - 144 = 81, also p = 9 cm.
  4. Jetzt liefert der Kathetensatz die Hypotenuse: c = a² : p = 225 : 9 = 25 cm.
  5. Der zweite Abschnitt: q = 25 - 9 = 16 cm.
  6. Kathetensatz für die zweite Kathete: b² = c · q = 25 · 16 = 400, also b = 20 cm.
  7. Probe mit dem Höhensatz: h² = p · q = 9 · 16 = 144, und h ist tatsächlich 12 cm.

Ergebnis: p = 9 cm, q = 16 cm, c = 25 cm, b = 20 cm

5. Aufgabe: Die Katheten eines rechtwinkligen Dreiecks sind 9 cm und 12 cm lang. Berechne die Höhe auf der Hypotenuse und die beiden Hypotenusenabschnitte. intermedio

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  1. Aus den beiden Katheten bekomme ich zuerst die Hypotenuse: c² = 9² + 12² = 81 + 144 = 225, also c = 15 cm.
  2. Für die Höhe hilft nicht der Höhensatz, sondern die Flächenbeziehung: die Abschnitte kenne ich noch nicht.
  3. Der Flächeninhalt desselben Dreiecks lässt sich zweifach schreiben: (a · b) : 2 = (c · h) : 2, also a · b = c · h.
  4. Ich stelle nach h um: h = (a · b) : c = (9 · 12) : 15 = 108 : 15 = 7,2 cm.
  5. Jetzt die Abschnitte mit dem Kathetensatz: p = a² : c = 81 : 15 = 5,4 cm.
  6. Und q = b² : c = 144 : 15 = 9,6 cm.
  7. Doppelte Probe: p + q = 5,4 + 9,6 = 15 = c, und h² = 5,4 · 9,6 = 51,84 mit √51,84 = 7,2. Beides stimmt.

Ergebnis: h = 7,2 cm, p = 5,4 cm, q = 9,6 cm

6. Aufgabe: Die Hypotenuse eines rechtwinkligen Dreiecks ist 25 cm lang, die Höhe auf der Hypotenuse 12 cm. Berechne die beiden Hypotenusenabschnitte. intermedio

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  1. Von den beiden Abschnitten kenne ich Summe und Produkt: p + q = c = 25 und p · q = h² = 144 nach dem Höhensatz.
  2. Summe und Produkt bekannt heißt quadratische Gleichung: p und q sind die Lösungen von x² - 25x + 144 = 0.
  3. Ich berechne die Diskriminante: D = 25² - 4 · 144 = 625 - 576 = 49.
  4. Ihre Wurzel ist √49 = 7.
  5. Die Lösungen: x = (25 + 7) : 2 = 16 und x = (25 - 7) : 2 = 9.
  6. Probe: 16 + 9 = 25 und 16 · 9 = 144 = 12². Beide Bedingungen sind erfüllt.

Ergebnis: Die Abschnitte sind 9 cm und 16 cm lang (welcher zu welcher Kathete gehört, entscheidet erst eine weitere Angabe).

7. Aufgabe: In einem rechtwinkligen Dreieck ist die Hypotenuse 50 cm lang, und die Hypotenusenabschnitte stehen im Verhältnis 9 : 16. Berechne Abschnitte, Höhe und Katheten. avanzato

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  1. Ein Verhältnis 9 : 16 gibt keine Längen, sondern Anteile: ich schreibe p = 9k und q = 16k.
  2. Die Abschnitte ergeben zusammen die Hypotenuse: 9k + 16k = 50, also 25k = 50.
  3. Damit ist k = 2, und es folgt p = 18 cm und q = 32 cm.
  4. Höhensatz: h² = 18 · 32 = 576, also h = 24 cm.
  5. Kathetensatz für beide Katheten: a² = 50 · 18 = 900, also a = 30 cm.
  6. Und b² = 50 · 32 = 1600, also b = 40 cm.
  7. Probe mit dem Satz des Pythagoras: 30² + 40² = 900 + 1600 = 2500 = 50². Stimmt.

Ergebnis: p = 18 cm, q = 32 cm, h = 24 cm, a = 30 cm, b = 40 cm

8. Aufgabe: Kann es ein rechtwinkliges Dreieck mit der Hypotenuse 10 cm und der Höhe 6 cm auf der Hypotenuse geben? Begründe und gib die größtmögliche Höhe zu dieser Hypotenuse an. avanzato

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  1. Ich setze an wie in Aufgabe 6: p + q = 10 und p · q = h² = 36.
  2. Die Abschnitte wären die Lösungen von x² - 10x + 36 = 0.
  3. Diskriminante: D = 100 - 4 · 36 = 100 - 144 = -44.
  4. D ist negativ: es gibt keine reellen Zahlen mit dieser Summe und diesem Produkt, das Dreieck existiert also nicht.
  5. Ich suche die Grenze: nötig ist D ≥ 0, also c² - 4h² ≥ 0 und damit h ≤ c : 2.
  6. Bei c = 10 cm ist die größtmögliche Höhe 5 cm.
  7. Im Grenzfall ist D = 0 und beide Abschnitte sind gleich: p = q = 5 cm. Das Dreieck ist dann rechtwinklig und gleichschenklig, mit Katheten von √(10 · 5) = √50 ≈ 7,07 cm.

Ergebnis: Nein, dieses Dreieck gibt es nicht: es muss h ≤ c : 2 gelten, also höchstens 5 cm. Die Höhe ist im rechtwinklig-gleichschenkligen Dreieck maximal und beträgt dort genau die halbe Hypotenuse.

Häufige Fragen

Wie lauten Kathetensatz und Höhensatz?

Mit c als Hypotenuse, a und b als Katheten, h als Höhe auf der Hypotenuse und p, q als den zugehörigen Hypotenusenabschnitten gilt: Kathetensatz a² = c · p und b² = c · q, Höhensatz h² = p · q. Dazu kommt die Flächenbeziehung a · b = c · h, die kein eigener Satz ist, aber die Hälfte aller Aufgaben löst.

Wann braucht man den Kathetensatz und wann den Höhensatz?

Der Kathetensatz verbindet eine Kathete mit der Hypotenuse und mit ihrem eigenen Hypotenusenabschnitt. Der Höhensatz verbindet nur die Höhe mit den beiden Abschnitten. Kommt in der Aufgabe eine Kathete vor, ist es der Kathetensatz; kommt die Höhe zusammen mit den Abschnitten vor, der Höhensatz. Stehen Höhe und Katheten zusammen, hilft nur a · b = c · h oder Pythagoras im Teildreieck.

Wie berechnet man die Höhe im rechtwinkligen Dreieck aus den beiden Katheten?

Nicht mit dem Höhensatz, denn die Abschnitte sind unbekannt. Zuerst die Hypotenuse mit dem Satz des Pythagoras bestimmen, dann h = (a · b) : c aus der Flächenbeziehung. Bei den Katheten 9 cm und 12 cm ist c = 15 cm und h = 108 : 15 = 7,2 cm.

Was ist ein Hypotenusenabschnitt?

Der Fußpunkt der Höhe teilt die Hypotenuse in zwei Stücke, die Hypotenusenabschnitte p und q. Ihre Summe ist immer die ganze Hypotenuse: p + q = c. Jede Kathete gehört zu dem Abschnitt, der an ihrem eigenen Eckpunkt beginnt, und diese Zuordnung zu verwechseln ist der häufigste Fehler.

Was gehört alles zur Satzgruppe des Pythagoras?

Drei Sätze: der Satz des Pythagoras (a² + b² = c²), der Kathetensatz (a² = c · p und b² = c · q) und der Höhensatz (h² = p · q). Kathetensatz und Höhensatz heißen auch Sätze des Euklid. Addiert man die beiden Gleichungen des Kathetensatzes, erhält man a² + b² = c · (p + q) = c², also den Satz des Pythagoras: die drei Sätze hängen direkt zusammen.